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Gabriel Mendoza
Gabriel Mendoza

Dialog über Das Gute Böse Und Die Existenz Von Gott Pdf Zu Jpg



Pascals Antwort auf dieses Problem ist, man müsse zunächst die Freuden des gottlosen Lebens aufgeben, dann werde sich der Glaube auch einstellen. Er schreibt, "Nun es ist an dir an zu fangen. Wenn ich könnte, würde ich dir den Glauben geben, ich kann es nicht und kann folglich auch nicht die Wahrheit von dem, was du sagst, versuchen; aber du kannst ganz gut diese Freuden aufgeben und versuchen, ob das, was ich sage, wahr ist." und stellt dabei (weiter oben) andere Freuden in Aussicht.[3] In der Interpretation von John Leslie Mackie bedeutet dies, dass man seinen Willen durch das Betreiben religiöser Praktiken manipulieren solle, bis sich der wirkliche Wille zum Glauben einstelle.[4] Diese Vorgehensweise würde dann zwar in der Tat den oben diskutierten Verlust manch irdischen Glücks im Falle der Nichtexistenz Gottes bedeuten, da dies jedoch bereits einkalkuliert ist, wäre die Wette immer noch einzugehen.




Dialog über das gute Böse und die Existenz von Gott pdf zu jpg



Die spätantike, mythologische Gnosis Befaßt man sich mit dem spätantiken Phänomen der mythologischen Gnosis, so ist der Begriff als eine Zeiterscheinung mit Anfang und Ende enger zu fassen.Die Gnosis kann auf diese Weise als antik-spätantike religiöse Erlöserbewegung bezeichnet werden, die eine auf Mythen basierende weltverneinende Daseinshaltung besaß. Der Mensch ist danach in eine von einem bösen Gott geschaffene finstere, dem Menschen feindlich gegenüberstehende Welt geworfen. Er trägt aber gleichzeitig einen Lichtfunken in sich, der durch verschiedenste Prozesse im Verlaufe der Weltentstehung in die materielle Welt gelangt ist. Dieser Lichtfunke ist im Prinzip Teil des guten Gottes, der lichten Substanz, die im Uranfang war. Aufgabe, Ziel und Erlösung ist es, daß dieser göttliche Teil wieder zu seinem Ursprung zurückkehrt.Die gnostischen Schriften unterlagen keinem selbstdefinierten Glaubenszwang. Dies ist der Grund dafür, daß sie sich in einer Vielfalt von Gesichtern repräsentieren. Die Frage, welche Texte als gnostisch bezeichnet werden können, ist in der Wissenschaft in einigen Fällen noch immer umstritten.Charakteristisch für die als gnostisch aufgefaßten Texte ist die Daseinshaltung des Menschen zur Welt. Der gnostisch denkende Mensch ist als Träger eines Lichtfunkens ein Fremder in einer dunklen und bösen Welt. Selbst stellt er ein Mischwesen aus Licht und Finsternis dar. Der Mensch irrt, von seinen körperlichen Lüsten getrieben, umher und wird von einem bösen Schöpfergott, den er auch noch verehren soll, in einem Schlaf gehalten, der ihn zur tierischen Bewußtlosigkeit verdammt. Aber der Mensch kann erlöst werden durch den Ruf des eigentlich Göttlichen, des ursprünglichen und guten Gottes. Dieser Ruf führt ihn zur Erkenntnis seines jämmerlichen Zustandes und er kann sich daraufhin von der schlechten Welt abwenden und durch die erlangte Gnosis zu seiner eigentlichen Lichtheimat zurückkehren.Weiter zeichnen sich gnostische Texte durch einen Mythos aus, der die Bedingungen der menschlichen Welt von ihrem Ursprung an erklärt. Im Anfang steht ein nicht zu beschreibender, unfaßbarer, aber guter und lichtvoller Gott. Dieses nicht faßbare Wesen schuf weitere lichtvolle Wesenheiten. Eines von diesen machte gewissermaßen einen Fehltritt, durch den ein absolut böses Wesen entstand. Dieses böse Wesen ist der Gott des Alten Testamentes, der die Welt schuf, die dadurch natürlich auch böse ist und der sich in eifersüchtiger Weise von den Menschen verehren lassen wollte. Nach einem uranfänglichen Monotheismus mündet das gnostische System also in einen Dualismus, der das Gute und Böse, Geist und Materie scharf gegenüberstellt.Texte, die diese und andere Elemente vertreten, stehen in Verdacht, gnostisch zu sein. Diese Schriften beanspruchen oftmals, die letzten, einzigen und geheimen Wahrheiten zu verkünden. Wir können davon ausgehen, daß die Leser dieser Schriften auch durchaus der Ansicht waren, sich in Besitz dieses Wahrheitsfunkens zu befinden. Der bereits genannte Kirchenvater Clemens von Alexandrien sagte dazu, daß nicht die Gnostiker im Besitz der rechten Gnosis seien, sondern die Kirche.Der Ursprung dieser religiös-weltanschaulichen Lehren ist in etwa zeitgleich mit Entstehung des christlichen Glaubens anzusetzen. In der Forschung ist es immer wieder ein heiß umstrittenes Thema gewesen, ob gnostische Auffassungen einerseits dem Christentum vorausgehen könnten und Einfluß auf das Neue Testament hatten oder andererseits die Gnosis von der christlichen Erlösungsvorstellung abhängen müsse. Vorerst kann folgendes sicher gesagt werden: Es existieren gnostische Texte, die nicht-christlich sind. Gleichzeitig gibt es keinen gnostischen Text, der vor den Schriften des Neuen Testamentes datiert werden könnte. Dies führt zu dem Schluß, daß Christentum und Gnosis in etwa zeitgleich und prinzipiell unabhängig voneinander entstanden sind, zweifelsohne aber auch sehr früh eine Verbindung eingegangen sind.


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